Sieg nach Penalty-Shootout in Genf

Aufgrund vielen Abwesenden und Verletzten Spielern reiste die erste Mannschaft von Rotweiss Wettingen nach Genf. Mit gerade einmal einem Auswechsler reiste man per Zug (weil die Stadt Genf wegen einem Anlass praktisch gesperrt war) zum zweiten Saisonspiel.

Aufgrund der beschränkten Spielerzahl war die Taktik der Aargauer sehr durchschaubar, man wartete an der Mittellinie auf den Gegner und versuchte durch schnelle Konter gefährlich zu werden. Doch stattdessen leistete man sich im Spielaufbau katastrophale Eigenfehler. Einer dieser Fehler führte zu einer kurzen Ecke für die Genfer, der Schuss war eigentlich haltbar aber irgendwie fand der Ball den Weg ins Tor. Der frühe Rückstand änderte nichts an der Taktik des Titelverteidigers, vor allem aus dem Grund, dass Servette gegen die defensive Spielweise kein richtiges Mittel fand. Die einzige Möglichkeit waren die langen Bälle nach vorne, welche aber selten einen Abnehmer fanden. Nach einem schnellen Angriff der Wettinger entschied der Schiedsrichter auf eine kurze Ecke, eine der vielen fragwürdigen Entscheidungen in diesem Spiel. M. Morard erwischte den Torwart zwischen den Beinen zum Ausgleich. Das Spiel war nicht gerade auf hohem Niveau, Rotweiss versuchte seine Kräfte zu sparen um eher im dritten und vierten Viertel mehr Gas zu geben. Doch erneut war es ein unnötiger Fehler in der Defensive, welcher zu einer weiteren kurzen Ecke für die Romands führte. Nach dem Abpraller des Torhüters konnte ein Genfer Spieler den Ball direkt aus der Luft ins Netz befördern, eines der eher spärlich gesäten Highlights der Partie. Die Aargauer aber waren durchaus positiv in der Halbzeitbesprechung, nur durch Eigenfehler wurden die Gegner gefährlich. Nach vorne fehlte der letzte entscheidende Pass.

Auch in der zweiten Halbzeit kam bei beiden Teams kein Spielfluss auf. Das Heimteam versuchte den Vorsprung über die Zeit zu bringen und spielte teils mehrere Minuten keinen Ball nach vorne. Rotweiss Wettingen liess sich aber nicht aus der Ruhe bringen und wartete weiter ab. Die geduldige Spielweise zahlte sich dann schlussendlich aus, nach einer wunderschönen Kombination praktisch über das ganze Spielfeld war es schlussendlich der junge Aebi, welchen den Ball, zwar etwas glücklich, ins Tor beförderte. Auch mit dem 2:2 schienen sich die Genfer zufrieden zu geben, sie versuchten keine grossartigen Sachen nach vorne und der Druck auf die Aargauer wurde auch nicht wirklich ausgeübt. Kurz vor dem Ende dann die Chance für die Gäste mit einer kurzen Ecke doch noch die drei Punkte nach Hause zu nehmen. Leider wurde der Standard nicht verwertet und man ging in das Penalty-Shootout.

Aus den ersten fünf Versuchen beider Teams traffen nur je zwei, womit es zum K.O.-Modus überging. In der ersten Runde scheiterten beide Spieler, in der zweiten war es dann der Routinier von Wettingen welcher den entscheidenden Treffer landen konnte. Somit nahm man zwei Punkte mit dem Zug nach Hause und bereitet sich nun auf das Cup-Viertelfinale vor. Wieder heisst der Gegner Servette HC, wieder spielt man auswärts, doch wie man gesehen hat, ist bei dem Titelverteidiger noch viel Luft nach oben, hingegen man sich bei den Genfern fragen muss ob solch eine Leistung nochmals ausreichen wird.

 

Servette HC – HC Rotweiss Wettingen 4:5 n.P. (2:2)

15’ M. Morard (KE) 57’ Aebi

Rotweiss Wettingen mit:  Schüpbach (GK), D. Messerli, Feller, Wullschleger, M. Morard, Ernst, Y. Morard, Steimer, Wernli, Aebi, Brunner, Hofstetter

2 Antworten zu “Herren: Sieg nach Penalty Shootout”

  1. Röbi Egloff sagt:

    Und wer war denn nun der Routinier?

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